Was leistet die SOKA-Bau?

Beim Urlaub gelten in der Baubranche andere Regelungen als in anderen Branchen. Der Grund dafür liegt darin, dass viele auf einem Bau beschäftigte Arbeitnehmer nicht ein oder mehrere Jahre durchgehend beim gleichen Arbeitgeber beschäftigt sind. Um damit verbundene Nachteile bezüglich des Urlaubsanspruchs von Arbeitnehmern auszugleichen, existiert das Urlaubskassenverfahren. Das Urlaubskassenverfahren ist in verschiedenen Tarifverträgen geregelt, zum Beispiel im Bundesrahmentarifvertrag (BRTV) oder im Verfahrenstarifvertrag (VTV).

Bei einem Arbeitswechsel eines Arbeitnehmers der Baubranche, wird der Urlaubsanspruch von dem Arbeitgeber, bei dem der Arbeitnehmer den Urlaubsanspruch erworben hat, nicht mehr abgegolten. Der Urlaubsanspruch wird auf das nächste Arbeitsverhältnis übertragen, sodass er dort in Anspruch genommen werden kann.

Die SOKA-Bau führt aus diesem Grund für jeden baugewerblichen Arbeitnehmer ein sogenanntes Arbeitnehmerkonto. Auf diesem Arbeitnehmerkonto werden Urlaubsansprüche für einen zusammenhängenden Urlaub angespart.

Damit der baugewerbliche Arbeitnehmer den ihm zustehenden Urlaub durchführen kann, wird der Urlaub in der Regel vom aktuellen Arbeitgeber gewährt. Der aktuelle Arbeitgeber zahlt die Urlaubsvergütung aus.

Dies gilt auch dann, wenn der baugewerbliche Arbeitnehmer den Urlaubsanspruch bei (einem) früheren Arbeitgeber(n) erworben hat. Der Arbeitgeber, der die Urlaubsvergütung auszahlt, erhält diese von der SOKA-Bau erstattet. Voraussetzung dafür ist, dass der/die frühere(n) Arbeitgeber SOKA-Bau-pflichtig war(en) und, dass die entsprechenden Anträge fristwahrend gestellt werden.

Wurden Sie von der SOKA-Bau mit einem Stammdatenblatt / Stammblatt kontaktiert? Erhebt die SOKA-Bau Forderungen gegen Sie? Lesen Sie hier weiter: Muss ich an SOKA-Bau zahlen? und Kann ich Zahlungen an SOKA-Bau vermeiden?